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Improvisationen kanalisieren


Vor allem für ungeübte S sind freie Improvisationen eine Überforderung. Es empfiehlt sich daher, anhand konkreter Spielvorgaben geeignete Improvisationsanlagen für die S zu kreieren. Erfahrungsgemäss können sich die S aufgrund solcher Leitplanken viel besser entwickeln, weil sie sich im Spiel an gewissen Regeln festhalten können. Oft entstehen gerade erst wegen dieser Regeln spannende und interessante Szenen.

Hier einige Beispiele für Spielvorgaben:

Erster und/oder letzter Satz festlegen
- Anfang: "Wo wohnst du?" - Schluss: "Lass mich in Ruhe!"
Oder: "Wie heissen Sie." - "Ich liebe dich."
Oder: "Das ist mir zu mühsam." - "Das ist mir zu mühsam."

Sätze limitieren
- Die S dürfen jeweils nur einen Satz sagen und müssen dann wieder auf die Replik des/der MS warten.
- Jede/r S hat für die Szene genau drei Sätze zur Verfügung.
- Es sind nur 2-Wort-Sätze, 3-Wort-Sätze erlaubt.
- Der/die SL gibt jeweils ein, wie viele Worte der nächste Satz haben darf (max. 5).

Vorgeschichte klären
- Wiedersehen einer Schulklasse nach 10 Jahren. Ihr hofft eure Jugendliebe zu treffen.
- Ihr habt soeben eine Prüfung absolviert und wartet auf den Bescheid.
- Nach dem Unfall.

Von einem kriminalistischen Fall ausgehen
- Ein Kind ist verschwunden.
- Jemand in der Gruppe stiehlt.

Mit einem gestellten Bild (Freeze) beginnen
- Ein Foto, ein Gemälde nachstellen. Dann einzeln und schrittweise ins Handeln kommen. (Beantwortet mit eurer Handlung die Frage: Was würde die Figur nach der gestellten Momentaufnahme als erstes tun?)
Zuletzt geändert vor 2 Jahren
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