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Etwas zu tun haben


Der/die SL schickt die Hälfte der G auf die Bühne mit dem Auftrag, sich auf einer Linie aufzureihen. Es gibt keine weiteren Anweisungen. Im Normalfall stellt sich bei den S nach kurzer Zeit schon ein gewisses Mass an Unbehaglichkeit ein. Sobald der/die SL dies bemerkt geht er auf die Bühne und gibt den S, ohne dass das Publikum unten es hört die Aufgabe, etwas zu tun: Z.B. auf 1000 zu zählen, sich zu überlegen, welche fünf Filme man zuletzt gesehen hat, oder was am gestrigen Tag die wichtigsten Nachrichten waren.
Die S widmen sich nun voll und ganz dieser Aufgabe, sollte sie beendet sein, beginnen sie nochmals von vorne.

Der/die SL lässt die Übung laufen, bis die Unbehaglichkeit bei den S verschwunden ist und Anzeichen körperlicher Entspannung sichtbar werden.

Evaluation:
Die Z geben Feedback. Was haben sie beobachtet? Keine Interpretationen nur Beschreibungen.
Die S erzählen, wie sie sich gefühlt haben bei der ersten Aufgabe und was aufgrund der Hilfestellung verändert hat.

Quintessenz:
Man muss immer etwas zu tun haben auf der Bühne, dann ist man nicht ausgestellt, sondern durch die Tätigkeit geschützt. Tätig sein heisst nicht unbedingt nervös herumrennen oder gestikulieren. Denken ist auch tun! Sich konzentrieren auf einen Punkt.

(Vgl. Viola Spolin, «Improvisationstechniken für Pädagogik, Therapie und Theater»)
Zuletzt geändert vor 2 Jahren
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